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Mietwagen in Lissabon ist ein Werkzeug für die Umgebung: Sintra, Cascais, Cabo da Roca, Évora und Setúbal fallen ohne Auto schlicht aus dem Reiseplan. Für die Stadt selbst genügen Metro, Tram und Bolt — das Auto wartet drei bis fünf Tage auf unserem Parkplatz und wird für die Tagesausflüge aktiviert.
Ein Paar aus Hamburg landete Donnerstagabend am LIS, wir lieferten den Polo um 23:10 ans Hotel in Chiado. Am Freitag früh saßen sie schon auf der N247 Richtung Cabo da Roca — kein Schalter, kein Shuttle.
Autos werden vorab anhand echter Fotos des konkreten Fahrzeugs und Bewertungen früherer Mieter gewählt. Keine Stockbilder, keine generischen Beschreibungen.
Ein Kompakter kostet 18–28 € pro Tag in der Nebensaison und 35–75 € im Hochsommer. Das Optimum liegt zwischen April und Juni sowie September und Oktober: 18–25 °C, gemäßigte Preise, Cascais und Sintra noch nicht überfüllt.
Abholung am LIS
Der Flughafen Humberto Delgado (LIS) liegt sieben Kilometer vom Zentrum entfernt — eine seltene Bequemlichkeit für eine Hauptstadt. 15–25 Minuten nach Saldanha mit dem Auto, 1,85 € mit der roten Metrolinie, 10–15 € per Taxi oder Bolt.
Mietstationen
Die großen internationalen Marken teilen sich einen gemeinsamen Ankunftsbereich, ihre Wagen stehen auf einem überdachten Parkplatz, der per Shuttle erreichbar ist. Lokale portugiesische Partner empfangen Kunden direkt in der Ankunftshalle oder liefern den Wagen ans Hotel.
Wir empfangen Kunden per Flugnummer in der Ankunft, der Papierkram dauert fünfzehn Minuten. Den Wagen liefern wir auch nach Cascais oder Sintra — besonders praktisch nach einem späten Flug.
Preise
Ein Kompakter (Clio, 208, Fiat 500, VW Polo) kostet 18–28 € pro Tag in der Nebensaison und 35–75 € im Juli und August. Automatik liegt 25–40 % über dem Schaltgetriebe und braucht in der Saison zwei bis drei Wochen Vorlauf.
In Spitzenwochen klettern die Tarife in Lissabon auf 90 € am Tag. Frühe Buchung ist die einfachste Versicherung gegen Hochsaisonpreise.
Parken im Zentrum
EMEL-System: zonale Bezahlung Mo–Sa 09:00–19:00 über die EMEL-App, EasyPark oder Telpark. Sonntags und werktags nach 19:00 kostenfrei.
Tarifzonen
Rote Zone — 1,20 €/h, gelb 0,80 €, grün 0,40 €. Kontrolle streng, Abschleppwagen kommt schnell, Bußgeld am nächsten Tag.
Am Wochenende und nachts wird Lissabon zu einer anderen Parkplatzkarte. Derselbe Platz, der mittwochs 1,20 € die Stunde kostet, ist sonntags umsonst — das ist eine Münze wert.
Alfama, Bairro Alto, Chiado
Nicht in die historischen Viertel hineinfahren. Straßen sind eng, gepflastert und mit Tramschienen — Spiegel und Felgen leiden oft. Das Auto bleibt am Praça do Comércio (~2,50 €/h), in der Restauradores-Garage oder bei Saldanha.
Die häufigsten Kratzer am Rückgabetag stammen von Fahrern, die dem Navi blind in die Alfama gefolgt sind. Am Praça do Comércio parken und zu Fuß weiter ist günstiger und ruhiger.
Belém und Einkaufszentren
In Belém am Jerónimos gilt die grüne EMEL-Zone für 0,40 €/h, plus Parkplatz am MAAT. Die Einkaufszentren Colombo, Vasco da Gama, El Corte Inglés und Amoreiras bieten kostenfreies Parken mit Metro-Anbindung.
Fahren in Lissabon
Lissabon liegt auf sieben Hügeln: Jede Route durchs Zentrum ist eine Folge steiler An- und Abstiege auf Kopfsteinpflaster. Dazu ein lebendiges Tramnetz — die Linie 28 teilt sich die Fahrbahn mit Autos, und Vortritt hat sie. Die einfache Regel: nicht in die Schienenspur einfahren und die Tram passieren lassen.
In der Calçada da Conceição rate ich, früh nach rechts zu ziehen und im Tempo der Tram zu bleiben. Jeder Überholversuch endet mit einer halben Stunde dahinter.
Die Stoßzeiten — 08:00–09:30 und 17:00–19:30 — treffen die A5 nach Cascais, die IC19 nach Sintra und die Einfahrten zur A1 und A2. Die Kameras sind dicht; Bußgelder werden mit 20–50 € Bearbeitungsaufschlag an den Vermieter durchgereicht.
Brücken und Maut
Vasco da Gama (2,85 €) und 25 de Abril (2,05 €) sind nur in Nordrichtung mautpflichtig — bei der Rückkehr nach Lissabon. Die Abbuchung läuft über Via Verde. Richtung Süden sind beide Brücken kostenfrei.
Wer aus Lissabon Richtung Arrábida oder Setúbal fährt, zahlt auf der 25 de Abril nichts. Die Maut greift erst auf der Rückfahrt — das überrascht praktisch jeden zum ersten Mal.
Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 ‰ für erfahrene Fahrer und 0,2 ‰ in den ersten drei Jahren. Freitag- und Samstagabend sind Bairro Alto und die Ausfahrt nach Cascais die Hauptpunkte für Polizeikontrollen.
Die Tarife in Lissabon variieren je nach Saison und Mietdauer.
- Januar
- Februar
- März
- April
- Mai
- Juni
- Juli
- August
- September
- Oktober
- November
- Dezember
- Jan
- Februar
- März
- Apr.
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt.
- Nov.
- Dez.
Drei Regeln für Lissabon
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Parken im Zentrum ist sonntags und werktags nach 19:00 kostenfrei
Der ruhigste Moment, um aus dem Umland zum Abendessen oder ins Museum hereinzufahren.
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Nicht in die Alfama oder ins Bairro Alto fahren
Enge Pflastergassen, Schienen und steile Anstiege machen das Parken zur Lotterie; Tram und Metro sind dort schneller.
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Die Brücken Vasco da Gama und 25 de Abril sind nur Richtung Norden mautpflichtig
2,85 € und 2,05 € werden bei der Rückkehr nach Lissabon über Via Verde abgebucht, Richtung Süden ist alles kostenfrei.
Routen aus Lissabon
Die stärksten Punkte liegen innerhalb von zwei Stunden und 30–130 km vom Zentrum.
Sintra und Cascais
Morgens Pena und Regaleira in Sintra, mittags Cabo da Roca, dann über Guincho hinunter nach Cascais — eine Schleife von rund 60 km. Ins historische Zentrum von Sintra dürfen Autos nicht; geparkt wird in Portela de Sintra, weiter mit dem Bus Scotturb 434.
Sintra im Regen sieht aus wie Hogwarts. Bei trockenem Wetter rate ich, vor acht zu starten — nach zehn sind die Parkplätze voll und die Schlange vor Regaleira misst eine Stunde.
Évora und Setúbal
Évora — Stadtmauer und römischer Tempel, 130 km über die A6 (~11 €). Óbidos — mittelalterliche Mauerstadt, 80 km über die A8. Setúbal und die Arrábida — 35–45 km südlich über die A2.
One-Way: Porto und Algarve
Porto — 320 km auf der A1, Maut ~25 €, One-Way-Gebühr 30–80 €; Alternative ist der Alfa Pendular in 2 h 50 min für 30–50 €. Faro — 280 km auf der A2, Maut ~21 €. Madrid und Sevilla — 470–625 km, Schengen, mit Cross-Border-Erklärung; Gebühr 0–25 €.
Wenn die Strecke nur Lissabon–Porto heißt, gewinnt der Zug fast immer. Mit Aveiro oder dem Douro unterwegs verdient sich der One-Way mit dem Auto seinen Platz.
Häufige Fragen
Lufthansa fliegt direkt aus Frankfurt und München in rund 3,5 Stunden. Eurowings bedient Düsseldorf und Köln, TUI fly verbindet Hamburg, Berlin und Hannover. Ryanair fliegt aus Berlin und Memmingen. Frühbuchung 6–8 Wochen vorab ist meist am günstigsten; in der ersten Juli- und Augustwoche können sich Tickets verdoppeln.
Der Flughafen Humberto Delgado liegt 7 km vom Zentrum entfernt. Mit dem Auto — 15–25 Minuten, in Stoßzeiten bis 40. Die rote Metrolinie fährt vom Terminal direkt nach Saldanha und Oriente für 1,85 €. Taxi und Bolt ins Zentrum kosten 10–15 € tagsüber, 15–20 € nachts. Es ist einer der hauptstadtnächsten Flughäfen Europas.
Flughafenpreise sind durch die Anbieterzahl meist konkurrenzfähig. Stadtbüros (Saldanha, Marquês de Pombal) sind oft 5–10% günstiger, aber mit kleinerer Auswahl, und müssen erst erreicht werden. Für kurze Trips ist LIS logisch; für 7–10 Tage kann ein Stadtbüro günstiger sein.
Ja, bei lokalen portugiesischen Partnern: Lieferung ans Hotel im Zentrum, in Cascais und Sintra ist während der Geschäftszeiten in der Regel kostenfrei, frühmorgens und nachts 25–60 €. Internationale Marken arbeiten nur aus eigenen Büros und vom LIS-Schalter.
Technisch ja, praktisch nein. Enge Pflastergassen, Straßenbahnschienen, steile Anstiege und dichte Einbahnen machen das Parken zur Lotterie und enden oft mit zerkratzter Felge. Das Auto bleibt am Praça do Comércio, in der Restauradores-Garage oder bei Saldanha; weiter geht es zu Fuß, mit Tram 28 oder Metro.
EMEL ist die offizielle App für die zonale Parkraumbewirtschaftung. Installieren, Karte verknüpfen, Kennzeichen und Zone wählen — die Zahlung läuft minutengenau. Werktags und samstags 09:00–19:00 sind kostenpflichtig; sonntags und nach 19:00 kostenfrei. EasyPark und Telpark sind bequeme Alternativen in denselben Zonen.
In das historische Zentrum von Sintra darf man nicht hineinfahren — der Zugang ist beschränkt. Geparkt wird außerhalb: kostenfrei am Bahnhof Portela de Sintra oder kostenpflichtig in den Nebenstraßen. Von dort verbindet der Bus Scotturb 434 Pena, Regaleira, Castelo dos Mouros und das Zentrum. Aus Lissabon — 30 km und 35 Minuten über A37 + IC19, mautfrei.
Freitag- und Sonntagabend wird die A5 in beiden Richtungen dicht: Pendler zurück in die Stadt, Strandgäste an die Küste. Eine halbe Stunde wird leicht zu anderthalb. Wenn das Wochenende in Cascais ist, sehr früh fahren oder nach 20:00. Der CP-Zug ab Cais do Sodré für 2,45 € in 35 Minuten ist die stressfreie Alternative.
Ja, gerade beim ersten Mal: westlichster Punkt des europäischen Festlands, Klippen, Wind und Atlantik. Aus Cascais — 20 km auf der N247, kostenfreier Parkplatz am Leuchtturm. 60 km/h Wind ist normal, leichte Jacken auch im Sommer ratsam. Lässt sich mit Sintra und Cascais an einem Tag verbinden.
Oft ja. Alfa Pendular ist der Hochgeschwindigkeitszug der CP: Lissabon–Porto in 2 h 50 min, Ticket 30–50 €. Auto über die A1 dauert rund drei Stunden plus 25 € Maut und 30–80 € One-Way. Stadt zu Stadt gewinnt der Zug; mit Aveiro, Coimbra oder Douro auf der Route lohnt sich der Mietwagen.
Vasco da Gama — 2,85 €, 25 de Abril — 2,05 €, jeweils nur Richtung Norden nach Lissabon. Die Buchung läuft automatisch über Via Verde, das in jedem Mietwagen verbaut ist. Richtung Süden — zu den Stränden und nach Setúbal — sind beide Brücken kostenfrei.
Ja. Die meisten internationalen Ketten und größeren lokalen Anbieter erlauben es, sofern Spanien in der Buchung erklärt ist. Die Cross-Border-Gebühr liegt zwischen 0 und 25 € — oft kostenfrei bei den ganz großen internationalen Marken und zwischen 15 und 25 € bei den kleineren Anbietern. Ohne vorherige Erklärung greift die Versicherung in Spanien eventuell nicht.
Verfügbar bei lokalen portugiesischen Partnern ab 28 Tagen. Kleines Auto kostet 400–600 € pro Monat, SUV oder Crossover 620–950 €. Lissabon ist seit 2022 einer der wichtigsten europäischen Hubs für digitale Nomaden, auch für deutschsprachige Tech-Communities — das Langzeitsegment wächst stetig.
Für den Stadtaufenthalt eine echte Alternative. Beide Apps decken fast ganz Lissabon zu konkurrenzfähigen Preisen ab: LIS–Zentrum 10–15 €, Stadtfahrten 5–10 €. Für 2–3 Tage in der Stadt sind Taxi und ÖPNV deutlich günstiger als Mietwagen plus Parken. Ab dem Tag der Ausfahrt aufs Land lohnt sich das Auto.
In Belém gibt es die grüne EMEL-Zone für rund 0,40 €/h plus einen größeren Parkplatz am MAAT. Hinter dem Jerónimos-Kloster existiert auch informelles „Parken mit Aufsicht" — formal kostenfrei, aber 1–2 € Trinkgeld sind üblich. Sonntags ist die EMEL-Zone kostenfrei, was Belém zu einem besonders bequemen Halbtagesziel macht.